Inklusive Kinder- und Jugendarbeit FIETe

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FIETe on tour

FIETe unterstützt Angebote zur inklusive Kinder- und Jugendarbeit in Ostholstein, z.B. mit:

"Inklu-was?!"
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"Alle reden über Plastik"
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"Gruppenausflug mal anders"
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• Wir waren schon da!

FIETe lädt ein

FIETe bringt gemeinsam mit Kooperationspartnern unterschiedliche Kinder und Jugendliche zusammen, z.B. mit:

"Alle inklusive im Hochseilgarten"

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FIETe sammelt

Werden Sie Gesellschaftsbeweger*in für Inklusion! Mit einer Spende für FIETe unterstützen Sie inklusive Angebote für Kinder Und Jugendliche.

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Wer oder was ist FIETe?

FIETe“ steht für Freizeit = Inklusion, Engagement und Teilhabe erleben.

In einem dreijährigen Projekt will FIETe in Bad Schwartau herausfinden, wie inklusive Kinder- und Jugendarbeit funktioniert.

Gefördert wird FIETe durch die AKTION MENSCH, Förderbereich Kinder- und Jugendhilfe.

Warum gibt es FIETE?

Noch immer wird Inklusion in Deutschland häufig zuallererst mit Schule verknüpft. Dabei sind insbesondere in der Freizeit, im Rahmen außerschulischer Jugendarbeit Ideen und Konzepte gefordert, die Inklusion als positiv besetztes Konzept erlebbar machen. „FIETE“ setzt dazu auf Engagement und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und will mit Mädchen und Jungen unterschiedlicher Herkunft, mit und ohne Behinderung, Gelingens-Bedingungen entwickeln und erproben.

Inklusion meint grundsätzlich alle Menschen und hat das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung. Dabei wird Inklusion als Prozess verstanden, der darauf setzt, Gesellschaft zu gestalten und Chancengerechtigkeit sowohl für Menschen mit Behinderung als auch ethnokulturelle Gerechtigkeit sowie Geschlechtergerechtigkeit im Blick hat.

Inklusive Praxis in der offenen Kinder- und Jugendarbeit betont den Wert von Vielfalt, fördert eine solidarische Grundhaltung, soziale Kompetenzen und gegenseitigen Respekt.

Kinder- und Jugendarbeit sieht sich auch in Bad Schwartau vor neue Herausforderungen gestellt.

Im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise ist die Zielgruppe insgesamt heterogener geworden. Die Erfahrung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zeigt, dass bedingt durch diese Heterogenität für die Betreuung des offenen Bereiches mehr Personal gebraucht wird.

Das wiederum erfordert eine Umverteilung zu Lasten von themenzentrierten Gruppenangeboten. Kinder und Jugendliche, die diese Angebotsstruktur eher nutzen können (z.B. Kinder mit Behinderung), geraten dadurch tendenziell aus dem Focus.

Auch im täglichen Miteinander der Kinder und Jugendlichen werden Effekte deutlich.

Insbesondere Werte wie Respekt und Toleranz im Zusammenhang mit Religionszugehörigkeit und Weltanschauung sowie das Thema Geschlechtergerechtigkeit lösen zum Teil eine nicht (mehr) gekannte Kontroverse aus.

FIETE sucht Antworten auf diese Fragen:

  • Was bedeutet Inklusion für die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt?
  • Welche Herausforderungen sehen Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit im Zusammenhang mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen - insbesondere dem Zuzug von Familien aus dem arabischen Raum?
  • Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen den Kategorien Herkunft, Geschlecht und Behinderung und welche Auswirkungen hat das auf die praktische Arbeit vor Ort?
  • Wie können Rahmenbedingungen geschaffen werden, für eine Kinder- und Jugendarbeit, die der Vielfalt Rechnung trägt und den gleichberechtigten Zugang zu Angeboten gewährleistet?
  • Welche Unterstützung / Qualifizierung brauchen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit angesichts der aktuellen Herausforderungen?

Was macht FIETE noch?

Um sowohl konkrete und praxisbezogene Maßnahmen als auch übertragbare Grundlagen für inklusive Kinder-und Jugendarbeit zu entwickeln, sollen parallel zwei Wege beschritten werden.

Was macht FIETe

Zum einen werden haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit konzeptionell arbeiten. Anhand des Index für Inklusion sollen grundlegend alle Bereiche der pädagogischen und organisatorischen Arbeit in den Blick genommen werden, um Veränderungsbedarfe zu ermitteln und dazugehörige Prozesse auf eine breite Basis zu stellen. Mithilfe bereits vorhandener Instrumente wie Checklisten und dem „Inklumat“ des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (Ifas) Stuttgart werden Bestandsaufnahmen zur inklusiven Ausrichtung der Einrichtungen erstellt. Diese bilden die Grundlage für die zu definierenden Aktions- und Handlungsfelder. Ebenfalls an die Zielgruppe der haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen gerichtet sind Fortbildungen und Schulungen zu Themen wie „Interkulturelle Kompetenz“ und „Inklu-was? -Juleica Schulung Inklusion“.

Zum anderen erarbeitet FIETE mit den Besucher*innen der Jugendtreffs Stadtjugendpflege und „Alte Zwölf“, Strukturen für inklusive Praxis.

Kernstück wird ein Budget sein, aus dem Kinder und Jugendliche Mittel für Veranstaltungen Aktionen und Ausflüge beantragen können, sofern sie die gemeinsam entwickelten Kriterien für Inklusion berücksichtigen und genügend „FIETe-Punkte“ für ihr Vorhaben bekommen.

Auf der Basis, dass das Budget insgesamt Mädchen und Jungen gleichermaßen zugutekommt, werden Kriterien entwickelt, die für FIETE-Punkte wichtig sind.

Beispiele sind:

  • Die Veranstaltung ist für Kinder mit und ohne Behinderung zugänglich
  • Kinder mit Behinderung waren an der Planung beteiligt
  • Mädchen und Jungen waren an der Planung beteiligt
  • Die Räume sind barrierefrei
  • Kinder mit Behinderung werden aktiv eingeladen
  • Mädchen und Jungen aus anderen Herkunftsländern werden aktiv eingeladen
  • Es gibt Informationen zur Veranstaltung
    - in leichter Sprache
    - in arabischer (andere Sprachen) Übersetzung

Die „Anträge“ werden anhand der Kriterien von einem „FIETE-Rat“ bewertet. Das Verfahren ist transparent und für alle nachvollziehbar. Kinder und Jugendliche können ihre Wünsche umsetzen, wenn sie genügend „FIETE-Punkte“ gesammelt haben.

Zusätzlich zu diesen einzelnen Vorhaben können trägerübergreifende Veranstaltungen durchgeführt werden, um Kooperationsmöglichkeiten vor Ort weiterzuentwickeln. Beispiele hierfür sind inklusive Sportfeste in Kooperation mit örtlichen Schulen und Sportvereinen sowie Kunst- und Kulturprojekte in Kooperation mit dem Kommunalen Kino und dem Museum.

Weitere Informationenzu FIETE gibt es bei der Lebenshilfe Ostholstein e.V.

Lena Middendorf
middendorf@lebenshilfe-ostholtein.de

Am Kirchhof 10, 23611 Bad Schwartau