Notfallbetreuung in Kitas und Einzelhilfe zuhause

Mit viel Kreativität und Engagement und Solidarität wurde in den vergangenen Wochen die Unterstützung und Betreuung von Kindern und Menschen mit  Beeinträchtigung vor Ort entwickelt.  Dafür dankt die Lebenshilfe Ostholstein e.V. den Eltern und Angehörigen sowie haupt- und ehrenamtlichen Beschäftigten. „Das, was in den letzten Wochen vor Ort geleistet wurde, ist nur durch Solidarität und  gegenseitigem Verständnis in dieser Form möglich gewesen “, betont Susanne Voß, Vorstand Lebenshilfe Ostholstein.

„Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Angebote jetzt langsam wieder hochfahren und unsere Hilfen, wenn gewünscht, teilweise ins häusliche Umfeld verlagern. Dies ist mit der Entscheidung der Landesregierung vom 4. Mai möglich“, erklärt Susanne Voß, Vorstand Lebenshilfe Ostholstein e.V.

Die  Familienzentren in Bad Schwartau und Ratekau sowie der Frühen Hilfen halten den Kontakt zu den Familien und beraten telefonisch.

Die Betreuung, Förderung und Behandlung durch die Praxen und dem Familienunterstützenden Dienst werden grundsätzlich im 1:1 oder 1:2 Kontakt wieder aufgenommen; nur erkrankte Personen werden nicht behandelt. Selbstverständlich unter Einhaltung der notwendiger Hygienemaßnahmen. Dafür nähten ehrenamtlich Mitarbeiter zusammen mit geflüchteten Menschen sogenannte Behelfsmasken. Besucher werden gebeten ihren eigenen Mundschutz zu tragen, wobei auch vor Ort medizinische Einwegmasken vorgehalten werden. 

Wichtig ist es jetzt, dass auch die Kinder mit Beeinträchtigung wieder in den Kita- und Schulalltag eingegliedert werden.“, so Susanne Voß.  Für erhebliche Entlastung im häuslichen Umfeld sorgt, dass Schulbegleiter*innen wieder tätig werden können. So helfen sie bei der Bewältigung von schulischen Aufgaben und unterstützen auch bei der digitalen Bearbeitung. Zusammen mit Eltern,  dem jugendärztlichen Dienst  des Kreises  Ostholstein und den Verantwortlichen der jeweiligen  Schule wird geklärt, ob eine Begleitung im Rahmen der Notbetreuung in der Schule oder im häuslichen Umfeld  mehr Sinn macht.

Durch die Schließung von Kindertagesstätten, Frühförderstellen, Schulen  und Werkstätten für behinderte Menschen sind insbesondere  für Familien mit beeinträchtigten Angehörigen  quasi über Nacht Unterstützung und Assistenz vollkommen weggebrochen. Wenn Einrichtungen geschlossen sind und Unterstützung  der Familie durch Pflege und Therapie nicht mehr möglich sind, bedeutet dies für die Familien in vielen Fällen, dass ein Elternteil zu Hause bleiben muss, um die Versorgung rund um die Uhr sicherzustellen. Dies ist ein Full-Time-Job ohne Pausen. In der Öffentlichkeit ist oftmals nicht bekannt, was dies für  Eltern und Angehörige bedeutet.

Vor dem Hintergrund der Pandemie  Covid 19 beschäftigt sich die Lebenshilfe Ostholstein nun noch einmal intensiver mit dem Thema Digitalisierung. „Für uns ist es ungemein wichtig,  auch in dieser Zeit als Dienstleisterin den Kontakt zu Familien und Klienten aufrecht erhalten“, so Susanne Voß.  Erste konkrete Maßnahmen wurden bereits in einer  internen  Arbeitsgruppe erarbeitet. Durch eine Spende eines Schwartauer Bürgers konnten kurzfristig  zur Umsetzung ,  Tabletts für alle Einrichtungen angeschafft werden, um schnell Videobotschaften zu erstellen.   

Erste Videos von Mitarbeiter*innen der  Projektarbeit  sind bereits  unter youtube online. Hierbei handelt es sich z.B. um eine  Bastelanleitung  für  Gesellschaftsspiele sowie die Anleitung zum Bau eines Hochbeetes. Dieses Filmmaterial wird an interessierte Familien als Anregungen und Aufforderung zum Mitmachen geschickt. Darüber hinaus haben unsere Mitarbeiter*innen kleine Filme erstellt, in den z.B. Geschichten erzählt oder Fingerspiele zum Mitmachen präsentiert werden. Weitere Aktionen sind in Vorbereitung.

 „Rechtzeitig  zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.05.2020 ist es uns nun wieder erlaubt schrittweise   mehr flexible Hilfen für betroffene Familien bereit zu stellen.“,  freut sich Susanne Voß und dankte in der letzten Mitarbeiterbesprechung  für alle geleisteten Anstrengungen, den belasteten Familien weit möglichste Unterstützung zu bieten.

Die Lebenshilfe Ostholstein ist telefonisch und per Email zu erreichen unter:
Tel.: 0451 290 01 14
Email: info@lebenshilfe-ostholstein.de

 

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