Doppelt Richtfest bei der Lebenshilfe Ostholstein e.V.

Seit Freitag, 16. Oktober 2020 weht die Richtkrone auf dem Gelände „Am Papenmoor“ über einer neuen Schutzhütte für die 15 Jungen und Mädchen aus der Waldkindergruppe und einer weiteren baugleichen Hütte, die das Förderzentrum „Schule am Papenmoor“ zukünftig als neuen Fachraum nutzen will.

Fast in Rekordzeit wurde der Rohbau für die beiden Hütten in Vollholzkonstruktion errichtet. Erst Ende September wurde in Rensefeld mit dem Bau der beiden Hütten begonnen, allein das Austrocknen des Fundaments hat dabei sechs Wochen gedauert. Anfang Dezember sollen die beiden Holzhütten mit jeweils 60 Quadratmetern Nutzfläche fertig zum Einzug sein.

Susanne Voß, hauptamtlicher Vorstand der Lebenshilfe Ostholstein und Bauherrin dieser beiden Häuser, zeigte sich erfreut über den schnellen Baufortschritt. „Aber es ist auch so, dass wir diesen zusätzlichen Platz tatsächlich dringend brauchen, ganz besonders die Schutzhütte für die Kinder der Waldkita-Gruppe.“

Als Schutzmöglichkeit haben die Waldkita-Kinder bis zum Beginn des neuen Kita-Jahres einen Raum im Kita-Gebäude nutzen können, der jetzt aufgrund der großen Nachfrage von einer neu eingerichteten Krippengruppe belegt ist. „Der zurzeit genutzte Mehrzweckraum kann nur eine Übergangslösung sein“, sagt Susanne Voß. Zum Glück wird das Bauprojekt von den Eltern unterstützten. „Die gesamte Elternschaft trägt das Projekt Schutzhütte mit“, so Elternsprecher Marcus Both.

Erfreut über die sich bietenden Perspektiven mit einem zusätzlichen Raum zeigte sich auch Elisabeth Steinhoff, die Leiterin der Schule am Papenmoor. Abgekoppelt vom Hauptgebäude kann in der freistehenden Hütte nach Herzenslust musiziert werden, so das Konzept. „Vor allem die Werkstufen-Band soll hier spielen dürfen und da kann es schon mal richtig laut werden.“ Am Nachmittag steht die Hütte dann der offenen Ganztagsschule zur Verfügung.

Bei den beiden Häusern handelt es sich um eine Vollholzkonstruktion aus Fichte. Verkleidet werden die Häuser von außen mit einer Fassadenplatte, das Dach wird aus Ziegeln sein. Bis Anfang Dezember werden die Anschlüsse für Heizung, Strom und Wasser gelegt und jeweils ein WC und Waschbecken installiert.

„Wir haben uns für eine Holzbauweise statt für Container entschieden, weil wir einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten wollen“, erklärte Catharina Witaszak, Sprecherin der Lebenshilfe Ostholstein. Die Lebensdauer der beiden Holzhäuser beziffert der Architekt mit „100 Jahren und die Energieeffizienz ist hervorragend“.